Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde
Universitätsmedizin Göttingen (UMG)
Menü
Notfall
Universitätsmedizin Göttingen
Menü
Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde

Phoniatrie und Pädaudiologie


Der Fachbereich Phoniatrie und Pädaudiologie ist als universitäre Einrichtung sowohl für die Diagnostik als auch für die Therapie von Stimm-, Schluck-, Sprech-, Sprach- und kindlichen Hörstörungen mit den modernsten Geräten und Methoden ausgestattet. Hierdurch wird jedem Patienten eine optimale und individuelle Versorgung ermöglicht.

Die Diagnostik erfolgt ambulant und mit Terminabsprache. Insbesondere unsere kleinen Patienten freuen sich über kurze Wartezeiten und eine freundliche Stimmung.

Durch die Integration unseres Fachbereiches in die Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde (Direktor: Prof. Dr. med. Dirk Beutner) kann den Patienten das gesamte Spektrum konservativer und operativer Behandlungen geboten werden.

Pro Jahr werden bis zu 4000 Patienten ambulant und weitere 1500 Patienten konsiliarisch in unserem Fachbereich behandelt. Die Anzahl der stationär durchgeführten Operationen liegt bei etwa 200 Patienten pro Jahr und weitere 200 Patienten werden ambulant operiert.

Symptome

Schluckstörungen

Der Fachbegriff lautet „Dysphagie" und die Beschwerdesymptomatik kann vom Fremdkörper- oder „Kloß"gefühl bis hin zur völligen Unfähigkeit zu Schlucken reichen. Mögliche Ursachen können funktionell aber auch neurologische Erkrankungen oder Erkrankungen im HNO-Bereich sein.

Die ambulante Untersuchung umfasst eine videodokumentierte flexible Schluckendoskopie (FEES) sowie eine logopädische Diagnostik und Beratung.

Therapeutisch sind ambulante (Hilfs- und Heilmittelverordnung, Logopädie) oder auch stationäre Behandlungen (Endoskopie, BOTOX®-Behandlung) möglich.

 

Stimmstörungen

Der Fachbegriff lautet „Dysphonie" und die Beschwerden können von Einschränkungen unter besonderen Stimmbelastungen bis hin zur völligen Stimmlosigkeit („Aphonie") reichen. Die Ursachen können organisch, neurogen, funktionell oder auch psychosomatisch sein.

Die ambulante Diagnostik umfasst die videodokumentierte Laryngo- und Video-Stroboskopie, computergestützte Stimmanalysen und bei Bedarf die Lähmungsdiagnostik einschließlich der Kehlkopf-Elektromyographie (EMG). Auch die Betreuung von laryngektomierten Patienten mit Stimmprothesen (PROVOX®) ist Teil unserer ambulanten Patientenversorgung.

Therapeutisch sind ambulante (Hilfs- und Heilmittelverordnung, Logopädie) oder auch stationäre Behandlungen (Phonochirurgie) möglich.

 

Kindliche Hörstörungen

Etwa ein bis drei von tausend Neugeborenen kommen mit einer Hörstörung auf die Welt. Um diesen Kindern die bestmöglichen Voraussetzungen für Ihre Entwicklung (hier insbesondere der Sprachentwicklung) zu schaffen, ist die Hörstörung so früh wie möglich zu erkennen und entsprechend ihrem Ausmaß medizinisch zu versorgen. Hierfür wurde im Bundesgebiet 2009 das universelle Neugeborenen-Hörscreening verbindlich an allen Geburtskliniken eingeführt.

Im Falle kontrollbedürftiger Befunde erfolgen die weitere Abklärung des Hörvermögens und gegebenenfalls die Versorgung der Hörstörung in einer pädaudiologischen Klinik wie unserer. Hier sind alle erforderlichen diagnostischen Verfahren sowie der Zugang zu apparativen und operativen Therapien (Hörgeräteverordnungen, Hörimplantate) vorhanden.

An unserer Klinik finden pro Jahr bei mehr als 2000 Kindern im Alter von null bis sechs Jahren entsprechende Hörprüfungen statt.

 

Sprech- und Sprachstörungen bei Kindern

Auch unabhängig von Hörstörungen können Sprachentwicklungsstörungen bei Kindern auftreten. Zur Abklärung sind sorgfältige ärztliche und logopädische Untersuchungen des Hörens und des Sprechens erforderlich. Zum Ausschluss allgemeiner Entwicklungsstörungen können im Bedarfsfall zudem kinderärztliche Untersuchungen in einem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) notwendig sein.

Entwicklungsrückstände können sich auf das Sprachverständnis, den Wortschatz, die Grammatik und die Aussprache (Artikulation) beziehen. Für eine gezielte und gewinnbringende Therapie ist die genaue Analyse des Störungsbildes erforderlich.

An unserer Klinik gelingt dies durch die enge Zusammenarbeit der ärztlichen und logopädischen Fachdisziplinen.

 

Sprach- und Sprechstörungen bei Erwachsenen

Bei Erwachsenen können Störungen des Sprechens und der Sprache seit der Kindheit bestehen oder bei Behinderungen und Erkrankungen auftreten.

Anhaltende Störungen beziehen sich meist auf den Redefluss (Stottern, Poltern) oder auf die Aussprache (z.B. Lispeln). Sprach- oder Sprechstörungen können zudem aufgrund von Defekten oder Erkrankungen des Nervensystems bestehen oder erworben werden. Eine häufige Ursache für erworbene Störungen ist der Schlaganfall. Aber auch seltene Erkrankungen des Nerven- und Muskelsystems oder eine Demenz weisen mitunter als frühes Zeichen eine Sprach- und Sprechstörung auf.

An unserer Klinik erfolgt die ärztliche Diagnostik in enger Zusammenarbeit mit den Neurologen. Die Diagnostik und Therapieplanung erfolgt im „Tandem" mit unseren Logopädinnen.

Unsere Leistungsschwerpunkte

Stimmstörungen

Bei Heiserkeit erfolgt die Abklärung möglicher Ursachen (organisch, funktionell, Lähmungen, neurologische Erkrankungen, nach Tumorerkrankungen, Dystonie: „spasmodische Dysphonie") durch die videoassistierte Endoskopie des Kehlkopfes und durch eine computergestützte Aufnahme und Analyse der Stimme. In besonderen Fällen werden Muskeluntersuchungen (Elektromyographien, EMG) durchgeführt. So können gezielt Therapien mit und ohne Operation geplant werden.

 

Schluckstörungen

Bei Schluckstörungen erfolgt die flexibel endoskopische Untersuchung (FEES) zur Ursachenklärung und Ausschlussdiagnostik (organisch, funktionell, „Verschlucken" mit Husten, bei neurologischen Erkrankungen und nach Schlaganfällen, nach Tumorbehandlungen). Ergänzend können im Bedarfsfall bildgebende Verfahren (Röntgen-Breischluck, Echtzeit-MRT) veranlasst werden. In Zusammenarbeit mit unseren Logopädinnen findet die Diagnostik und Planung therapeutischer Maßnahmen statt. Diese reichen von übenden Verfahren bis zu Behandlungen in Narkose.

 

Sprach- und Sprechstörungen bei Kindern und Erwachsenen

Die ambulante Versorgung umfasst die Sprachentwicklungsdiagnostik bei Kindern (jedes Entwicklungsalter) und die Sprachdiagnostik bei Erwachsenen (Redeflussstörungen wie Stottern oder Poltern, Störungsbilder nach Schlaganfällen oder neurologischen Erkrankungen, Sprachentwicklungsbehinderungen). Zur Therapie können Heil- und Hilfsmittelverordnungen ausgestellt und in sehr begrenztem Umfang bei besonderen Fällen auch logopädische Therapieplätze angeboten werden.

 

Hörstörungen bei Kindern

Die Diagnostik beginnt vorsorglich mit dem verbindlichen und universellen Neugeborenen-Hörscreening, für welches objektive Hörprüfverfahren zur Messung otoakustischer Emissionen (DPOAE, TEOAE) oder hirnstammaudiometrische Messungen (AABR, BERA) zum Einsatz kommen. Eine Bestimmung der Hörschwelle gelingt in Abhängigkeit vom Alter des Kindes durch die frequenzspezifische Hirnstammaudiometrie im Spontanschlaf oder in Betäubung (NN-BERA, Chirp-BERA). Neben den objektiven Hörprüfverfahren steht die gesamte Palette der altersentsprechenden Hördiagnostik (Ablenk-, Spiel-, Ton-, Sprachaudiogramm) für jedes Entwicklungsalter zur ambulanten Diagnostik zur Verfügung. Die Diagnostik vor und nach Versorgung mit Cochlea-Implantaten (CI) ist ebenso unser Aufgabenbereich wie die Verordnung und Überprüfung von Hörgeräten.

Diagnostische Angebote

Stimmstörungen

  • Videodokumentierte Laryngo- und Stroboskopie, Hochgeschwindigkeitsaufnahmen
  • Computergestützte Stimmanalysen
  • Lähmungsdiagnostik, Kehlkopf-Elektromyographie (EMG)
  • Versorgung von Patienten mit Stimmprothesen (PROVOX)

Schluckstörungen

  • Videodokumentierte flexible Schluckendoskopie (FEES)
  • Logopädische Diagnostik und Beratung

Kindliche Hörstörungen

  • Neugeborenen-Hörscreening (OAE, AABR, BERA)
  • Frequenzspezifische Hirnstammaudiometrie im Spontanschlaf oder in Betäubung
  • Altersentsprechende Hördiagnostik (jedes Entwicklungsalter)
  • Hörgeräteverordnungen und –überprüfungen
  • Diagnostik vor und nach Versorgung mit Cochlea-Implantaten (CI)

Sprech- und Sprachstörungen

  • Sprachentwicklungsdiagnostik bei Kindern (jedes Entwicklungsalter)
  • Sprachdiagnostik bei Erwachsenen (Redeflussstörungen wie Stottern oder Poltern, Störungsbilder nach Schlaganfällen oder neurologischen Erkrankungen)

Kooperationen

Zur möglichen Abklärung anderer kindlicher Entwicklungsstörungen arbeiten wir eng mit dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) (Leiter: Prof. Brockmann) unserer Kinderklinik zusammen.

Kinder mit Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten werden in einer regelmäßigen Sprechstunde unserer Klinik für Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie (MKG) (Direktor: Prof. Schliephake) mitbetreut.

Therapeutische Angebote

Konservative Therapien

Für Patientinnen und Patienten mit Sprech- und Sprachstörungen und/oder Stimm- und Schluckstörungen stehen im Einzelfall logopädische Therapieplätze zur Verfügung. Bei entsprechender Indikation können Verordnungen für externe Stimm-, Schluck-, Sprech- und Sprachtherapien wie auch für Hörgeräte direkt über uns erfolgen.

Ambulante Operationen

  • Hirnstammaudiometrie im Spontanschlaf (BERA)
  • Stimmverbessernde (phonochirurgische) Eingriffe mit lupenendoskopischen Abtragungen kleiner gutartiger Kehlkopfbefunde
  • Behandlungen mit Botulinumtoxin (BOTOX®)
  • Stimmlippenunterfütterungen (Augmentationen)

Stationäre Operationen

  • Versorgung von Mittelohrergüssen
  • Entfernung der Rachenmandeln (sogenannten Polypen)
  • Frequenzspezifische Hirnstammaudiometrie (NN-BERA)
  • Stimmverbessernde (phonochirurgische) Eingriffe an den Stimmlippen (Augmentationen) und am Kehlkopfgerüst (Thyroplastiken)
  • Lasermikrochirurgische Abtragung von Kehlkopfbefunden
  • Behandlung von Schluckstörungen mit Botulinumtoxin (BOTOX®)

 

Sprechstunde
Kontakt & Anfahrt

Seitenanfang ^