Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde
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Tinnitus


Erkrankungen des Innenohres gehen oft mit Schallempfindungen einher, die aber nicht durch tatsächlich existierende Geräuschquelle ausgelöst werden. Ein solcher Tinnitus entsteht durch eine Fehlfunktion des Ohres oder der Hörbahn.

Symptome

Der Begriff Tinnitus beschreibt ein Ohrgeräusch, welches meist als andauerndes oder unterbrochenes Pfeifen oder Rauschen wahrgenommen wird. Ein auch für andere hörbarer Tinnitus (objektiver Tinnitus) entsteht meist durch Strömungsgeräusche in Blutgefäßen. Sein Entstehungsort kann oft durch bildgebende Untersuchungen (Doppler-Sonographie, Magnetresonanztomographie (MRT) mit Kontrastmittelgabe, Angiographie) dargestellt werden kann.

Das Geräusch im Fall eines „subjektiven“ Tinnitus ist nur für die Betroffenen selbst hörbar. Diese falsche Sinneswahrnehmung ist ein Anzeichen eines gestörten Gleichgewichts der Nervenaktivität in der Hörbahn. Ursache ist meist ein Hörschaden – allerdings kann dieser so geringfügig sein, dass er weder als solcher wahrgenommen noch eindeutig in Hörtests nachgewiesen werden kann. Umgekehrt kann aber auch auf einem vollständig tauben Ohr noch ein Tinnitus wahrgenommen werden, ähnlich einem Phantomschmerz nach dem Verlust von Gliedmaßen.

Unsere Leistungsschwerpunkte

In der audiologischen Abteilung der Klinik für Hals-, Nasen und Ohrenheilkunde der Universitätsmedzin sind wir auf eine umfassende Diagnostik und ausführliche Beratung von Patientinnen und Patienten mit Funktionsstörungen des Ohres spezialisiert. Diese erfolgt je nach Aufwand in der Poliklinik oder in der Innenohrsprechstunde. Im Fall von Tinnitus sehen wir unsere Hauptaufgabe darin, einen gleichzeitig vorhandenen Hörschaden sorgfältig zu diagnostizieren und zu behandeln. So kann im besten Fall das Gleichgewicht der Nervenbahnen wiederhergestellt werden, wodurch sich der Tinnitus bessert oder verschwindet.

Diagnostische Angebote

Da ein subjektiver" Tinnitus nicht direkt messbar ist, sind wir für die Diagnose im Wesentlichen auf die Angaben der Betroffenen angewiesen. Die Untersuchung dient vor allem dem Ausschluss von behandlungsbedürftigen Ursachen, sowie dem Nachweis oder Ausschluss einer zusätzlichen messbaren Funktionsstörung des Innenohres. In unserer audiologischen Abteilung stehen hierfür alle wichtigen modernen Methoden der Hör- und Gleichgewichtsdiagnostik zur Verfügung

Therapeutische Angebote

In vielen Fällen verschwindet ein plötzlich aufgetretener Tinnitus in vielen Fällen nach kurzer Zeit von selbst. Ähnlich wie bei einem Hörsturz kann sich eine Tablettenbehandlung mit Kortison anbieten. Schwieriger ist die Behandlung eines chronischen Tinnitus, für den keine Medikamente mit eindeutig nachgewiesener Wirkung zur Verfügung stehen. An erster Stelle steht daher die Beratung der Betroffenen und die Sicherstellung, dass keine bedrohliche Erkrankung vorliegt.

Mit dieser Information und ggf. weiteren Tipps kann man lernen, den Tinnitus nicht als allzu störend wahrzunehmen. Beispielsweise ist ein Tinnitus meist in ruhiger Umgebung deutlicher wahrnehmbar; entsprechend helfen leise Umgebungsgeräusche. In vielen Fällen kann eine effiziente Hörgeräte- oder Hörimplantatversorgung das Gleichgewicht in der Hörbahn verbessern und damit während der Tragedauer einen Tinnitus reduzieren. Manchmal sind Verspannungen der Kiefer- und Halsmuskulatur, Depressionen oder Angststörungen mitverantwortlich für einen Tinnitus und können Ansatzpunkt für eine gezielte Behandlung sein.

 

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